EnMAP

Der erste Hyperspektralsatellit aus Deutschland

Unter dem Motto „Mehr als alle Farben – EnMAP“ ist die deutsche Umweltmission EnMAP 2022 ins All gestartet. Die Mission liefert wichtige und einzigartige Daten, die in den Bereichen Rohstoffsicherung, Landwirtschaft, Klimaschutz und Verwaltung bereits heute konkrete Wirkung entfalten. Sie zeigen, wie wichtig es ist, dass Europa in der hyperspektralen Fernerkundung technologisch souverän bleibt.

Beispielsweise kann EnMAP Lagerstätten Seltener Erden auffinden, die für die Produktion von Hochtechnologieprodukten wie Elektromotoren, Smartphones oder Windkraftanlagen essenziell sind. Insbesondere in der aktuellen geopolitischen Lage ist diese Fähigkeit hoch relevant. Wer kritische Rohstoffe identifizieren kann, bevor sie knapp werden, verschafft sich Handlungsspielräume.

Deutschland hat das Know-how im Bau und Betrieb hyperspektraler Systeme ebenso wie in der datenbasierten Auswertung und industriellen Anwendungsentwicklung aufgebaut. Dieser Kompetenzaufbau macht Deutschland zu einem gefragten Partner in internationalen Kooperationen – europäisch im Rahmen der ESA, global und in bilateralen Projekten.

Auf dem Stand des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) ist ein Modell des Satelliten im Maßstab 1:2 zu bestaunen.

Die Mission wird von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geführt. Für die Entwicklung und den Bau des Satelliten sowie des Hyperspektralinstrumentes war die OHB-System AG in Bremen verantwortlich. Die Mission steht unter der wissenschaftlichen Leitung des GeoForschungsZentrums Potsdam (GFZ).

Drei Institute und Einrichtungen des DLR haben das Bodensegment aufgebaut und betreiben es: Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen überwacht den Satelliten. Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum und das Institut für Methodik der Fernerkundung empfangen, kalibrieren und prozessieren die Satellitendaten und machen sie der Wissenschaft zugänglich.

Link:

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Deutsche Raumfahrtagentur im DLR
E-Mail contact-dlr@DLR.de