Deutsche Multispektralkamera für die Wettervorhersage
Die Anzahl extremer Wetterereignisse nimmt signifikant zu. Um rechtzeitig Schutzmaßnahmen zu ergreifen, sind wir auf präzise Wetterinformationen angewiesen. So früh wie möglich vor extremen Wetterereignissen zu warnen ist wichtig für die Sicherheit der Bevölkerung und Infrastrukturen. Dabei sind Satellitendaten einer der wichtigsten Eckpfeiler der Wettervorhersage: Sie liefern präzise und umfangreiche Beobachtungen aus Regionen der Erde, die von anderen Messinstrumenten unzureichend oder gar nicht erfasst werden können.
Die deutsche Multispektralkamera METimage befindet sich an Bord des Satelliten Metop-SGA1 der Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten EUMETSAT. Die Mission ist im August 2025 gestartet. METimage soll dank ihrer hohen räumlichen Auflösung und ihrer extremen Präzision die Qualität europaweiter und globaler Vorhersagen deutlich verbessern. Hierdurch kann so früh wie möglich vor extremen Wetterereignissen gewarnt werden.
Prognosen für die kommenden zwei bis sechs Stunden (Nowcasts) sind entscheidend für die Warnung vor extremen Wetter-Ereignissen. Deren Ausmaß und Folgen können mit längerfristigen Modellen häufig nicht vorhergesagt werden. METimage wird einen wichtigen Beitrag zu Nowcasts aus einer polaren Umlaufbahn leisten. Darüber hinaus helfen die Daten dabei, den Klimawandel besser zu verstehen.
Die Entwicklung und der Bau von METimage wurden von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR koordiniert und durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) zusammen mit EUMETSAT finanziert. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Mission beratend begleitet. METimage wurde durch die Firma Airbus Defence and Space Deutschland entwickelt und gebaut.
Link:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Deutsche Raumfahrtagentur im DLR
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