Ganzheitliche Bewertung militärischer Flugtriebwerke
Mit dem Projekt Future Fighter Engine Evolution (FFE²) bauen wir die unabhängige Analyse- und Bewertungsfähigkeit für die nächste Generation militärischer Flugtriebwerke und integrierter Antriebssysteme aus. Unser Ziel ist es, zentrale technologische Grundlagen für zukünftige Luftkampfsysteme bereitzustellen. Im Fokus steht dabei nicht nur die Triebwerksentwicklung selbst, sondern ein Systemverständnis für das Zusammenwirken von Antrieb, Zelle, Mission und Vernetzung .
Das Projekt deckt ein breites Entwicklungsspektrum ab: Triebwerkstechnologien im Kontext des „Common Core“-Konzepts für konventionelle Triebwerke, für Antriebe mit variablem Kreisprozess (VCE) sowie für UAV-Anwendungen im Sinne eines „Common Gas Generators“. Untersucht werden skalierbare Antriebsarchitekturen, die pilotierte wie auch autonome Plattformen in kooperativen Verbänden (System-of-Systems) unterstützen.
Darüber hinaus führen wir Untersuchungen zur Integrierbarkeit von Triebwerken in optimierte Flugzeugkonfigurationen durch. Weitere Schwerpunkte sind integrierte Einläufe und deren Einfluss auf die Fan-Auslegung, den Gesamtwirkungsgrad, das Signaturverhalten sowie die Wechselwirkungen mit der Flugzeugzelle. Im Bereich der Methodenentwicklung werden numerische und experimentelle Verfahren für militärische Triebwerkskomponenten weiterentwickelt. Im Heißgasbereich liegt der Schwerpunkt auf gestuften Brennkammerkonzepten, hochbelasteten Kühlsystemen sowie keramischen Hochtemperaturkomponenten.
Insgesamt schafft FFE² damit eine methodische und technologische Grundlage, um zukünftige Antriebssysteme in multidisziplinäre Flugzeug- und Verbundsystementwürfe zu integrieren und deren Leistungsfähigkeit im Kontext vernetzter Einsatzszenarien bewerten zu können.
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für Antriebstechnik
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