Können wir gefährliche Asteroiden ablenken?
Wie gefährlich Asteroiden sein können, hat die Erdgeschichte wiederholt gezeigt: Vor 66 Millionen Jahren schlug ein Asteroid in Mexiko ein und verursachte sehr wahrscheinlich das Aussterben der Dinosaurier. Träfen große Asteroiden die Erde, wäre das eine Bedrohung für unseren Planeten und die gesamte Menschheit. Auch heute lässt sich der verheerende Einschlag eines Himmelskörpers auf der Erde nicht ausschließen. In Science-Fiction-Filmen gibt es bereits Technologien, um Einschläge zu verhindern. Doch kann die Abwehr von Asteroiden auch im wahren Leben gelingen?
Diese und viele weitere Fragen soll die europäische Mission Hera beantworten, die im Jahr 2024 zu den Doppelasteroiden Didymos und Dimorphos aufgebrochen ist. Hera befindet sich sozusagen auf den Spuren der NASA-Raumsonde DART (Double Asteroid Redirection Test). Im Jahr 2022 wurde durch DARTs kontrollierten Einschlag auf Dimorphos dessen Umlaufzeit um Didymos um 32 Minuten verkürzt – er wurde also näher an Didymos herangebracht.
Nach ihrer Ankunft bei dem Asteroidenpaar im Jahr 2026 soll Hera Auswirkungen des Einschlags detektieren: Entstand auf Dimorphos ein Krater? Wurde der gesamte Asteroid verändert? Wurde auch die Oberfläche von Didymos von Auswurfmaterial getroffen?
Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR koordiniert den deutschen Beitrag zur Mission Hera der Europäischen Weltraumorganisation ESA mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Das DLR ist mit der Einrichtung für Raumflugbetrieb und Astronautentraining und dem Institut für Weltraumforschung wissenschaftlich beteiligt. Die Firma OHB in Bremen war für Entwicklung und Bau der Hera-Raumsonde verantwortlich. Mit einer neu entwickelten Antenne der HPS GmbH in München wird Hera ihre Daten Richtung Erde schicken. Die beiden Asteroid Framing Cameras kommen von der Firma Jena-Optronik. Die TU Dresden ist maßgeblich an der Entwicklung des Radarexperiments auf dem HERA-Cubesat Juventas beteiligt. Zudem sind Forschende aus Deutschland im Hera-Science-Team engagiert, um die gewonnenen Daten der Mission auszuwerten.
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Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Deutsche Raumfahrtagentur im DLR
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