Swarming

Erforschung, Entwicklung und Validierung neuer Technologien und Algorithmen zur Führung von Drohnen- und Rover-Schwärmen

Der Einsatz unbemannter Boden- und Luftfahrzeuge gewinnt in zivilen Anwendungsfällen zunehmend an Bedeutung. Insbesondere im Krisenmanagement könnten ganze Schwärme unbemannter Boden- und Luftfahrzeuge die Einsatzkräfte in vielfältiger Weise unterstützen. Die koordinierte Führung von heterogenen Schwärmen stellt das Krisenmanagement jedoch aktuell noch vor viele Herausforderungen, da zentrale Fähigkeiten fehlen. Hier setzt unser institutsübergreifendes Projekt Swarming an. Es widmet sich der Erforschung, Entwicklung und Validierung neuer Technologien und Algorithmen zur Führung von Schwärmen unbemannter Boden- und Luftfahrzeuge.

Trägerdrohne für unbemannte Rover

Ein Teil der Forschung ist der Rover Scout, ein Fahrzeug, welches in schwer zugänglichen und gefährlichen Einsatzgebieten eigenständig nach vermissten Personen suchen kann. Es benötigt jedoch ein geeignetes Transportmittel, um in das Einsatzgebiet zu gelangen. Hier kommt die Hubschrauberdrohne superARTIS ins Spiel: Sie kann den Rover schnell, präzise und sicher in betroffene Gebiete bringen. Mit großer Reichweite, hoher Tragfähigkeit und modularer Nutzlast ist sie vielseitig einsetzbar. Nach dem Absetzen beginnt der Scout sofort mit der Suche, während superARTIS weitere Missionen übernehmen kann. Beide Systeme sind vernetzt und kommunizieren miteinander. Im Vergleich zu bemannten Einsätzen reduziert ihr Zusammenspiel Risiken für Rettungskräfte erheblich und ermöglicht effizientere Hilfe. Ziel aktueller Forschung ist es, solche Systeme koordiniert im Schwarm einzusetzen, um Menschen schneller zu finden und zu retten.

Link:

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für Flugführung
Institut für Flugsystemtechnik
E-Mail contact-dlr@DLR.de