Weltraumlagezentrum

Weltrauminfrastruktur schützen und vor Gefahren warnen

Nie zuvor in der Geschichte der Raumfahrt gab es im Erdorbit mehr aktiv genutzte Satelliten und zugleich mehr Weltraumschrott als heute. Insgesamt handelt es sich dabei um mehr als 10.000 Tonnen an Schrottmaterial. Der größte Teil befindet sich auf niedrigen Orbits in Höhen von bis zu 2.000 Kilometer im sogenannten Low Earth Orbit (LEO), in dem sich auch die meisten aktiven Satelliten befinden. Das Risiko von Kollisionen ist im LEO somit besonders hoch. Gleichzeitig wird die eigene Infrastruktur im Orbit nicht nur durch Weltraumschrott gefährdet, sondern unterliegt auch potenziellen Bedrohungen durch andere Akteure in der Raumfahrt. Daher betreiben die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR und das Weltraumkommando der Bundeswehr seit 2011 das Weltraumlagezentrum in Uedem. Auf einem Touchtable bekommen Interessierte auf der ILA 2026r Einblicke in die Arbeit des Weltraumlagezentrums. Zudem zeigt ein Einschlagsexponat die Folgen einer Kollision durch Weltraumschrott.

Personal der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR und des Weltraumkommandos der Bundeswehr erstellen gemeinsam das Lagebild der Situation im Weltraum, um unterschiedliche Bedarfsträger innerhalb und außerhalb der Bundesregierung zu unterstützen. Zu diesen Diensten zählt nicht nur der unmittelbare Schutz der eigenen Weltrauminfrastruktur durch die Bewertung von kritischen Annäherungen anderer Objekte, sondern auch die Information von Behörden und Bundeswehr über die Situation im erdnahen Weltraum. Ebenso wird der Katastrophenschutz stets informiert, um im Falle des Wiedereintritts von Weltraumschrott die Bevölkerung zu informieren.

Link:

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Deutsche Raumfahrtagentur im DLR, Weltraumsicherheit
E-Mail contact-dlr@DLR.de