JUICE

ESA-Raumsonde auf dem Weg zu den Eismonden des Jupiter

Am 14. April 2023 ist die Großmission JUICE (JUpiter ICy Moons Explorer) ins All gestartet. Ziel der bisher größten Planetenmission der Europäischen Weltraumorganisation ESA ist der Jupiter mit seinen großen Eismonden Ganymed, Callisto und Europa. JUICE soll sie ab dem Jahr 2031 aus der Nähe untersuchen. Unter der Eiskruste der Monde befinden sich wahrscheinlich Ozeane, in denen sogar Leben existieren könnte.

Hauptaufgabe von GALA ist es, die Topographie Ganymeds zu vermessen und eine Gezeitenwirkung des Jupiter auf die Eisoberfläche sowie auf den Ozean im Innern nachzuweisen. JANUS wird Ganymed komplett kartieren und durch die Vorbeiflüge die Oberflächen von Europa und Callisto global und auch regional in hoher Auflösung abbilden. Zudem werden durch JANUS die Atmosphäre des Jupiter, die Oberfläche des vulkanisch aktivsten Körpers im Sonnensystem, Io, die zahlreichen kleinen Jupitermonde und das Ringsystem charakterisiert.

Das Instrument SWI entstand unter Führung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen. PEP ist ein Spektrometer zur Messung neutraler und geladener Teilchen im Jupitersystem (MPS, Göttingen). J-MAG ist ein Magnetometer zur Charakterisierung der Magnetfelder von Jupiter und Ganymed und zur Untersuchung der Ozeane der Eismonde (Technische Universität Braunschweig). Das Radar-Instrument RIME soll die Struktur der Eismonde bis in neun Kilometer Tiefe untersuchen (Technische Universität Dresden). 3GM ist ein Radiowellen-Experiment mit Ka-Transponder und ultrastabilem Oszillator zur Bestimmung der Schwerefelder und Atmosphären von Jupiter und seinen Monden (RIU, Universität zu Köln).

Deutschland ist an der JUICE-Mission maßgeblich beteiligt. Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR unterstützt JUICE mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung Technologie und Raumfahrt (BMFTR), indem sie den größten Einzelbeitrag eines ESA-Mitgliedslandes – rund 21 Prozent – zur Mission beisteuert. Diese Mittel sind Teil der Finanzierung der Entwicklung der Raumsonde, des Starts mit einer Ariane-5-Trägerrakete und des Missionsbetriebs. Zusätzlich fließen rund 100 Millionen Euro in die deutschen Beiträge an sieben von insgesamt zehn wissenschaftlichen Instrumenten und einem Experiment auf der Raumsonde.

Unsere Forschung ist über dem Institut für Weltraumforschung mit dem Instrument GALA (Ganymed Laser Altimeter) und der Kamera JANUS sowie durch weitere, zum Teil von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR geförderte wissenschaftliche Team-Mitgliedschaften an JUICE beteiligt.

Link:

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Deutsche Raumfahrtagentur im DLR, Erforschung des Weltraums
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