Strahlungsdetektorfamilie für den Einsatz im Weltraum
Erhöhte Strahlenbelastung im Weltraum stellt einen der limitierenden Faktoren für Langzeitmissionen von Menschen im freien Weltraum dar. Das DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin entwickelt Strahlungsmessgeräte, die diese kosmische Strahlung genau vermessen sollen und damit auch zur Abschätzung des Strahlenrisikos für Astronautinnen und Astronauten beitragen.
Die Messgerätefamilie mit dem Namen M-42 ist eine Eigenentwicklung der Abteilung Strahlenbiologie und setzt sich aus aufeinander aufbauenden Instrumenten zusammen. M-42-Instrumente sind beispielsweise schon mit der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA auf wissenschaftlichen Ballonen über der Antarktis geflogen, haben die Strahlungsdosis im Rahmen von neun MAPHEUS®-Flügen des DLR gemessen und waren auch auf der Internationalen Raumstation ISS im Einsatz.
Im Rahmen der Artemis-I-Mission der NASA waren 16 M-42 Instrumente (M-42 Compact und M-42 Split) zur Bestimmung der Organdosis und Hautdosis der beiden Strahlenmesspuppen Helga und Zohar während des MARE-Experiments im Einsatz. Dabei haben sie dazu beigetragen, das Strahlenfeld auf dem Weg zum Mond und zurück genau zu vermessen. Danach wurde im Rahmen der Astrobotic-Peregrine-I-Mission das M-42 Astrobotic zum Mond geschickt. Basierend auf den Entwicklungen für die Artemis-I-Mission wurde das M-42-Instrument verbessert. Vier der neuen Instrumente M-42 Extended (EXT) flogen mit den vier Crew-Mitgliedern der Artemis-II-Mission im April 2026 zum Mond und zurück.
Die M-42 Familie wird derzeit erweitert: Das M-42 Display und das M-42 Pocket eröffnen Anwendungsmöglichkeiten auch für Messungen in der Luftfahrt und auf der Erde (mit Display). Für weitere Satellitenmissionen wird gerade am M-42 CUBE gearbeitet. Diese Instrumente zeigen nicht den großen möglichen Einsatzrahmen bei der Strahlungsmessung. Auch sind sie ein Beleg dafür, welche Entwicklungen beim DLR möglich sind und in Flugexperimenten getestet werden, um zu besserem Strahlenschutz beizutragen.
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Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin
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